Historie der Kelter

Die Kelter in Deizisau

Einst unscheinbares, historisches Gebäude, jetzt Schmuckstück mit Charme und Atmosphäre.
Aufwändig und durchdacht renoviert bietet sie Privatpersonen, Vereinen, Unternehmen und Organisationen, Raum für private Feste, kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen, Tagungen und vieles mehr.

 

Die Geschichte der Kelter

Wahrscheinlich wissen viele Deizisauer nicht mehr, dass Deizisau einstmals eine Weinbau-Gemeinde war.
In der "Nothalde", Gemarkung Plochingen, waren einst die Rebstöcke und im Heimatbuch von 1931 ist zu lesen: „Vor der Zehntscheuer steht die Kelter“ und das ist Gott sei Dank auch heute noch so. Sie hat also Kriege überlebt und sie ist einigermaßen glimpflich den Abbruch-Epochen entgangen. Die Kelter wurde 1706 durch das Spital erbaut. 
Zitat aus dem Heimatbuch: „In der Kelter musste früher jeder Deizisauer Bürger „bei ernsthafter Straf des Spitals“ seinen Wein keltern.“

Weiter weiß man, dass die „Kelter“ drei Kelterbäume enthielt und dass im Herbst während der Weinlese drei Wochen lang unter Aufsicht des Keltermeisters gekeltert wurde.

Weinberge hat die Gemeinde schon seit vielen Jahren nicht mehr.  In der jüngeren Geschichte wurde die Kelter, als Spritzenmagazin der Feuerwehr, als Verkaufsstelle des Konsum- und Sparvereins Esslingen, als Unterstellraum für Leichenwagen etc. genutzt.  Mitte der 80er Jahre war die Kelter Lagerstätte und Sammelstelle für Altpapier des DRK-Ortsvereins Deizisau. Später wurde sie dann das  Domizil der „Jungen Wilden“, des Motorradclubs Deizisau e.V.

 

Die denkmalgeschützte Kelter vor über 50 Jahren

 

Im Denkmalbuch von Baden-Württemberg steht folgender Eintrag: „Die Kelter ist im Denkmalbuch, gemäß § 2 Denkmalschutzgesetz, eingetragen und sie hat ein herausragendes Holzwerk im Dachgeschoss mit einer faszinierenden, statischen Konstruktion.“

 

 

und heute nach der Renovierung.

  

Die Kelter, mit viel historischem Charme, bietet den Rahmen für vielerlei privater Anlässe und verschiedene öffentliche Nutzungen. Seit ihrer Einweihung im Jahr 2005 stellt die „Kelter“ ein Schmuckstück in der Dorfmitte dar, das aus dem kulturellen Leben Deizisaus nicht mehr weg zu denken ist.